Themen Hizmet Bewegung
Hizmet Bewegung
Die fromme Elite der Türkei
Freitag, den 02. September 2011 um 00:00 Uhr

nzz

Fethullah Gülen – ein islamischer Prediger von Toleranz und Liebe sorgt für Kontroversen

Thomas Fuster, Istanbul

In der Türkei setzt sich eine neue Elite durch, für die islamische Frömmigkeit und Bekenntnis zur Moderne keinen Widerspruch bedeuten. Die geistige Orientierung liefert Fethullah Gülen, dessen Bewegung aber auch für Kontroversen sorgt.

 

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Wer Türkisch spricht, wird bestraft
Montag, den 11. Juli 2011 um 00:00 Uhr

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Die Schweizer Türken gehen mit einer eigenen Sekundarschule migrationsbedingte Defizite an. Koran-Unterricht gibt es nicht.

Von Michael Meier

Zürich – Die beiden 13-jährigen Mädchen Esin und Damla sind türkischer Abstammung und besuchen die erste Sekundarklasse. Auf ihrem T-Shirt prangt das Logo der Sera-Schule, die Knaben der 13-köpfigen Klasse tragen das Shirt in Dunkelblau. Übereinstimmend sagen Esin und Damla, in einer Kleinklasse lerne man besser und kenne auch die Lehrer besser. Esin will später ins Gymnasium und dann studieren, Damla will Lehrerin werden.

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Eine Alternative zum Fundamentalismus
Samstag, den 26. Juni 2010 um 18:14 Uhr

nzzReligionssoziologin Helen Rose Ebaugh sieht in der Gülen-Bewegung eine Chance für den Westen

Interview: Matthias Daum

Wieso tut man sich im Westen so schwer mit der Gülen-Bewegung? Das hat viel mit einer allgemeinen Islamophobie nach 9/11 zu tun. Fundamentalistische Bewegungen beunruhigen die Leute sehr. Gleichzeitig weiss man wenig über sie. Das gilt auch für andere islamisch geprägte Bewegungen, wie etwa die Gülen-Bewegung. Also klären Sie uns auf. Wie würden Sie die Gülen-Bewegung beschreiben? Es ist eine vom Islam inspirierte Bürgerbewegung. Sie ist weder politisch noch per se religiös. Ihre Ursprünge hat sie in der Türkei. In den turbulenten 1960er Jahren umwarben Kommunisten und Sozialisten die Jugend. Fethullah Gülen war darüber sehr beunruhigt. Er wollte der Jugend eine Alternative bieten.
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Büffeln für die Integration
Samstag, den 26. Juni 2010 um 18:13 Uhr

nzzSchweizer Muslime gründen Privatschulen gegen den Bildungsmangel ihrer KinderDie muslimische Gülen-Bewegung propagiert: «Baut Schulen statt Moscheen.» Auch in der Schweiz findet sie Gehör. Erste Privatschulen entstehen. Denn eine höhere Bildung erleichtert die Integration. Sagt sie.

Matthias Daum

«Wenn man nur macht, worauf man Lust hat, dann endet man als Putzfrau!», meint Halil mit krächzender Stimme. Die Klasse lacht. Der junge Türke hat den Stimmbruch. Es ist Donnerstag, kurz nach zehn Uhr in der privaten Sera-Schule in Zürich. Geschichtslektion bei Frau Müller. Das Thema: Bildung im Mittelalter und in der Renaissance. Die dreizehn Sekundarschüler in den rosa Poloshirts streiten sich, wer als Nächstes vorlesen darf. Doch Unruhe kommt im kleinen Schulzimmer keine auf. Denn wer hier ist, will lernen. Viele haben im ersten Anlauf die Aufnahmeprüfung ans Gymnasium nicht geschafft. Die Sera-Schule soll sie darauf vorbereiten. Auch den kleinen Streber Furkan. Er reckt seinen Arm in die Luft, wippt mit dem Fuss. Endlich, Frau Müller ruft ihn auf. Es folgt eine eloquente Erklärung des Begriffs «Humanismus». Die Lehrerin staunt.

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Turk Who Leads a Movement Has Advocates and Critics
Freitag, den 11. Juni 2010 um 00:00 Uhr
nytlogoBy BRIAN KNOWLTON

SAYLORSBURG, PENNSYLVANIA — Here in northeastern Pennsylvania, where fertile farmlands yield suddenly to the hauntingly beautiful foothills of the Pocono Mountains, quietly resides one of the most influential men in Turkey.

And one of the most controversial.

Admirers describe Fethullah Gulen, 69, a soft-spoken Muslim preacher, author and teacher with a huge following, in reverential tones.

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Reclusive Turkish Imam Criticizes Gaza Flotilla
Freitag, den 04. Juni 2010 um 00:00 Uhr

WSJlogoSAYLORSBURG, Pa.- Imam Fethullah Gülen, a controversial and reclusive U.S. resident who is considered Turkey's most influential religious leader, criticized a Turkish-led flotilla for trying to deliver aid without Israel's consent. By JOE LAURIA

Speaking in his first interview with a U.S. news organization, Mr. Gülen spoke of watching news coverage of Monday's deadly confrontation between Israeli commandos and Turkish aid group members as its flotilla approached Israel's sea blockade of Gaza. "What I saw was not pretty," he said. "It was ugly."

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Muslime mit calvinistischem Ehrgeiz
Sonntag, den 28. März 2010 um 00:00 Uhr

FAZNETTürkische Schulen in Deutschland

Aus Angst vor Diskriminierung gehen immer mehr Einwandererkinder auf türkische Privatschulen. Das diene der Integration, behaupten die Schulgründer. Zugleich offenbaren die „ethnischen Nischen“ aber das sinkende Vertrauen in öffentliche Schulen.

Von Uta Rasche

28. März 2010 Ein Junge im dunklen Strickpullover, der an die Schuluniform britischer Internate erinnert, steht an der Tür des Windfangs. An diesem kalten und sonnigen Tag öffnet und schließt er die Glastür für jeden Besucher. Sein gerade gezogener Scheitel fällt auf und auch, wie zuvorkommend er die Gäste begrüßt. Hüseyin, zwölf Jahre alt, ist Schüler des privaten türkischen „Dialog-Gymnasiums“ in Köln-Buchheim. Der Eltern-Informationstag ist wichtig für die junge Schule, die vor zweieinhalb Jahren die ersten Fünftklässler aufnahm.

Es geht darum, neue Schüler zu gewinnen, und zwar nicht nur solche türkischer Herkunft: Auch deutsche Eltern will der Geschäftsführer der Schule davon überzeugen, dass türkische Sprachkenntnisse ihre Kindern bestens auf die Herausforderungen des globalen Wirtschaftslebens vorbereiten. Denn bisher lernen an der Schule mit dem programmatischen Namen fast nur Kinder eingewanderter Eltern. Das erklärte Ziel der Schule aber ist, die Integration der Kinder zu fördern und sie zu Weltoffenheit zu erziehen.

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Die Streber Allahs
Donnerstag, den 25. Februar 2010 um 00:00 Uhr

zeitonlineDeutsch-Türkische Privatschule

Eine weltweite muslimische Bewegung propagiert den großen Bildungsaufbruch – und baut in Deutschland Schulen auf.

Dschihad kann vieles heißen. Heiliger Krieg, strebendes Bemühen, glühende Frömmigkeit. Für Fethullah Gülen bedeutet das Schlüsselwort des Islams vor allem eines: Bildung. »Baut Schulen statt Moscheen«, ruft der Meister seinen Anhängern zu. »Unser großer Dschihad ist die Bildung.« Und Millionen Muslime folgen ihm. Mit großem Eifer lernen sie nicht nur die Suren des Korans, sondern Mathematik und Englisch, Physik und Deutsch. In Deutschland kennt den geistlichen Führer bislang kaum jemand. Dabei hat er ein muslimisches Massenphänomen angeschoben. Wann immer derzeit Türken irgendwo auf der Welt eine Schule eröffnen, einen Kindergarten oder eine Nachhilfeeinrichtung, ist dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ihn zurückzuführen, den Hocaeffendi, den »verehrten Lehrer«: Fethullah Gülen.

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"Wir verstecken uns nicht"
Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 00:00 Uhr

Türkische Schulen in Deutschland

suddeutscheDie Anhänger des türkischen Predigers Gülen streben in die Mitte der deutschen Gesellschaft. Viele sehen darin einen Beitrag zur Integration - Kritiker warnen vor einer "verschlossenen Welt".

Eine Reportage von Christiane Schlötzer

Britische Soldaten robbten hier einst durchs Gebüsch, da war Deutschland noch geteilt, und es galt, den Westen zu verteidigen. Nun tragen die Mädchen auf dem ehemaligen Kasernenhof in Berlin-Spandau Schuluniformen mit Schottenröcken, und die Jungs kleine Krawatten zum weißen Kragenhemd, was auch irgendwie britisch wirkt. Wären da nicht die Kopftücher auf einigen, nicht allen, Mädchenköpfen.

"Tüdesb"-Realschule und Gymnasium steht auf einem blauen Schild an dem kantigen Altbau. Dies ist keine Schule wie jede andere. Als Pausenklingel ertönen Takte der türkischen Rock-Legende Baris Manco, und Elternbeiratsvorsitzende Kathrin Willemsen sagt: "Wir haben hier 90 Prozent türkische Kinder, und trotzdem suche ich nicht fluchtartig das Weite."Zwei Söhne hat Frau Willemsen auf dieser Schule, wegen der Ganztagsbetreuung, der kleinen Klassen und der weit überdurchschnittlich engagierten Lehrer. Dass die Kinder als Fremdsprache Türkisch lernen, stört sie nicht. Unterrrichtssprache sonst ist Deutsch. Realschul-Direktor Niyazi Sargin sagt: "Wir haben hier eine besondere Verantwortung." Verantwortung für den Nachwuchs einer Zuwanderer-Generation, die nun doch das Gefühl hat, "in Deutschland angekommen zu sein". (...weiter)

 
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Institut für interkulturelle Zusammenarbeit und Dialog