| 2. International Abrahamic Conference 2010 |
| Samstag, den 06. Februar 2010 um 18:30 Uhr | ||||||||||||||||||
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Ist Religion Privatsache? Das Verhältnis zwischen Staat und Religion in der Schweiz
In der politischen Wahrnehmung der schweizerischen Öffentlichkeit wird Religion in der Regel als Privatsache verstanden. Wer seine Religion ausübt, kann dies tun, solange sich dies im privaten Rahmen bewegt. Dieses Konzept wurzelt in der Entwicklung des Verhältnisses von Religion und Staat seit der Aufklärung: Der Staat ist im Wesentlichen weltanschaulich neutral und die Religion mischt sich nicht in die Kompetenzbereiche des Staates ein. In den letzten Jahrzehnten hat sich aber gezeigt, dass die rechtliche und politische Beschränkung der Religion auf den Privatbereich den gegenwärtigen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden kann. Es ist deutlich geworden, dass die Religionen immer auch einen öffentlichen Aspekt haben. Das gilt gleicherweise für Judentum, Christentum und Islam. Zwar ist in dieser Hinsicht aufgrund der Diskussionen um Kopftuch und Minarette vor allem der Islam in den Vordergrund gerückt, doch auch Judentum und Christentum verfügen selbstredend über Elemente, die öffentlichkeitsrelevant sind - man kann ihre Anerkennung als öffentlich-rechtliche Gemeinschaften nennen, aber auch etwas an das Schächtverbot oder die Kruzifixe in bayrischen Schulzimmern erinnern. Aus der europäischen Religionsgeschichte und gegenwärtigen Politikdebatten lässt sich also erkennen, dass Religion mehr ist als die private Angelegenheit einzelner Bürger. Religion wird in aller Regel in Gemeinschaften ausgeübt, Religion verfügt über öffentliche Sichtbarkeit, Religion bestimmt überindividuelle Werte und Verhaltensweisen. Deshalb sind nicht nur die Religionen, sondern auch Politik, Wissenschaft und Recht gefragt: Ist Religion tatsächlich Privatsache? Ist unsere Gesetzgebung, sind unsere politischen Rahmenbedingungen den heutigen Problemlagen noch angemessen? Die Tagung vom 6./7. Februar 2010 will sich diesen Fragen in Referaten und Diskussionen von Fachpersonen zuwenden. Ort: Theologische Fakultät, Kirchgasse 9, 8001 Zürich
Teilnahme Online Formular oder Email: info (at) dialog-institut.ch
Programm:
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Vorurteile"Es ist schwieriger ein Vorurteil, als ein Atom zu zerstören." Albert Einstein |
Mehr Liebe"Eine neue Moral ist vonnöten. Wir brauchen mehr Mitgefühl, Grosszügigkeit, Solidarität, Toleranz und unbestreitbar mehr Liebe" Oscar Arias Sanchez |
Verlernt"Wir haben gelernt wie die Vögel zu fliegen, wie die Fische zu schwimmen; doch wir haben die einfache Kunst verlernt, wie Brüder zu Leben"M.L.King |