Fethullah Gülen Wer Türkisch spricht, wird bestraft
Wer Türkisch spricht, wird bestraft
Montag, den 11. Juli 2011 um 00:00 Uhr
logos_tagesanzeiger_b

Die Schweizer Türken gehen mit einer eigenen Sekundarschule migrationsbedingte Defizite an. Koran-Unterricht gibt es nicht.

Von Michael Meier

Zürich – Die beiden 13-jährigen Mädchen Esin und Damla sind türkischer Abstammung und besuchen die erste Sekundarklasse. Auf ihrem T-Shirt prangt das Logo der Sera-Schule, die Knaben der 13-köpfigen Klasse tragen das Shirt in Dunkelblau. Übereinstimmend sagen Esin und Damla, in einer Kleinklasse lerne man besser und kenne auch die Lehrer besser. Esin will später ins Gymnasium und dann studieren, Damla will Lehrerin werden.

Im Schulhaus an der Winterthurerstrasse gibt es bis jetzt eine 7. und eine 8. Klasse mit je 13 Schülern, nächstes Jahr kommt eine 3. Klasse für das 9. Schuljahr dazu. Bis jetzt stammen alle Kinder aus türkischen Migrantenfamilien, ein Knabe kommt aus Mazedonien. Man wolle die Schule aber für alle, auch für Einheimische öffnen, sagt Schulleiter und Mathematiklehrer Suat Özdemir, selber Schweizer mit türkischen Eltern. Die Schule sei nicht für leistungsschwache Schüler eingerichtet worden, wohl aber für solche mit migrationsbedingten Defiziten. Die zweisprachig aufwachsenden Migrantenkinder, die mit den Eltern Türkisch sprächen, beherrschten meist weder die Muttersprache noch Deutsch vollständig. Esin und Damla beteuern, ihr Deutsch sei bereits besser geworden.

weiter..

 
anmeldeformular

Newsletter

Anrede
Erhalten
captcha

Institut für interkulturelle Zusammenarbeit und Dialog