| Verständnis erwächst aus dem Austausch |
| Freitag, den 09. Mai 2008 um 00:00 Uhr |
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Wissen beseitigt Hemmnisse und schafft Vertrauen Angesichts der veränderten religiösen Landschaft in der Schweiz, welche in den vergangenen Jahrzehnten vielfältiger geworden ist, sei das Zusammenleben nicht immer einfach, erklärte Meier. Umso wichtiger sei es, einen Weg für ein Miteinander zu finden, auf dem Hemmnisse und Verunsicherungen beiseite geschafft werden und der über Verständnis führt. All dies falle aber nicht vom Himmel, sondern ist das Ergebnis aktivem Bemühens, erläuterte sie weiter. Dies bestätigte auch Cebrail Terlemez, der den Abend als „historisches Ereignis für das Linthgebiet“ würdigte. Er betonte darüber hinaus auch die Bedeutung der Zusammenarbeit in Gruppen wie des interreligiösen Arbeitskreises Linthgebiet, welche Vertrauen schaffen und auch in möglichen Konfliktsituationen helfen können, dass man diesen nicht hilflos gegenüber stehe. Nicht zuletzt könnten aber eben diese Konflikte durch die Aktivitäten wie dem Anlass vom Mittwochabend vermieden werden, indem das Wissen um die jeweils andere Religion und Lebensweise zunimmt. Zu mehr Wissen trug dann auch eine kurze Ansprache von Erol Dere, Präsident des türkisch-schweizerischen Kulturvereins, bei, der diesen vorstellte. Das Bekanntmachen der islamischen Kultur und die Schaffung von Freizeitangeboten gehören genauso zu den Zielen des Vereins, wie Bildungsangebote für Eltern und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. Auch die beiden Vertreter der Schweizer Landeskirchen machten in ihren Grussworten auf die Bedeutung des gegenseitigen Kennens und Achtens aufmerksam. So machte Heinz Schmitt mit einer amüsanten Anekdote auf seiner Jugend deutlich, wie wichtig der persönliche Kontakt sei, um Vorurteilen und Klischees entgegen zu treten. „Nicht im Dialog mit anderen Religionen zu stehen, das ist für mich undenkbar“, erklärte er. Doch müssen immer auch Gesichter und Individuen dahinter stehen, damit ein wahrer Dialog entstehe. Hier konnte auch Lukas Hidber aus seinen Erfahrung als Volontär in Jerusalem berichten, die ihm lehrten, dass es nicht zuletzt wichtig ist, sich selbst und die eigene Religion zu kennen, um offen für anderes sein zu können. Mit einem Zitat aus Dokumenten des zweiten Vatikanischen Konzils dokumentierte er die hier aufgeführten Gemeinsamkeiten der beiden Weltreligionen und die darin verbriefte Hochachtung der katholischen Kirche vor den Muslimen. Gelebter Dialog Der Kursleiters des Dialog-Instituts, Fatih Kurdoglu lud schliesslich die Anwesenden ein, nicht länger sitzen zu bleiben, sondern mit ihm in die Moschee zu gehen. Ausführlich erläuterte er hier die Funktion der Moschee, die Gebetsnische und ihre Ausrichtung nach Mekka und Medina, den Ramadan und weitere rituelle Handlungen. Hier regneten haufenweise spannende Informationen auf die Anwesenden nieder, über die es sich schliesslich auszutauschen galt. Und so wurde der Abend mit dem vielleicht wichtigsten Teil des Anlasses abgeschlossen - einem Essen, bei dem der Dialog, das gemeinsame Gespräch ausgiebig stattfinden konnte. Was vorher auf theoretischer Basis erläutert wurde, fand hier gelebt statt und brachte die Teilnehmenden einander auf der Ebene näher, die als Basis für ein harmonisches Miteinander unabdingbar ist: Von Mensch zu Mensch. Von: Nadine Rydzyk |
Vorurteile"Es ist schwieriger ein Vorurteil, als ein Atom zu zerstören." Albert Einstein |
Gleichgültigkeit"Die Gleichgültigkeit gegenüber dem anderen ist Anfang allem übels."Erika Weinzierl
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Konflikte"Man sollte nicht neue Konflikte schaffen, indem man alte Konflikte in die Gegenwart überträgt" Fethullah Gülen |