| Arche Noah auf dem Zürichsee |
| Freitag, den 15. Januar 2010 um 12:54 Uhr |
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Junge religiöse Muslime setzen auf verbindende Werte Mit Banketten, die manchmal auch auf einem Zürichseeschiff stattfinden, versucht das Zürcher Dialog-Institut, Barrieren zwischen den Religionen und Kulturen abzubauen. vö. ⋅ Die Geschichte der Arche Noah findet sich in den Schriften aller drei grossen monotheistischen Religionen: im Christentum, im Islam und im Judentum. Am Tag der Ankunft der Arche Noah auf dem Berg Ararat kocht man in Anatolien für Freunde und Verwandte ein spezielles Gericht. Gestern hat das Zürcher Institut für interkulturelle Zusammenarbeit und Dialog 120 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kirche ins Boot geholt und sie auf einem Zürichseeschiff mit «Ashura» und Noah-Pudding bewirtet. Mit solchen Aktivitäten möchte eine Gruppe junger türkischstämmiger Muslime, die sich seit sechs Jahren im Dialog-Institut engagiert, den konstruktiven Umgang mit kultureller Vielfalt pflegen und Vorurteile abbauen. Persönlicher Kontakt zentral Cebrail Terlemez, Geschäftsleiter des Instituts und Mitinitiant des unabhängigen Vereins mit heute 200 Mitgliedern, nennt solche Anlässe, die manchmal auch an noblen Orten wie im Hotel «Marriott» oder im «Bellevue Palace» in Bern stattfinden, «Plattformen» zur Förderung des persönlichen Kontakts. Die Vertreter der Muslime begrüssten diese Initiative; fünf Firmeninhaber aus dem Balkan und der Türkei, die seit längerem in der Schweiz ansässig sind, hätten das Noah-Fest gesponsert. Die anderen Grossanlässe würden von stets wechselnden Sponsoren finanziert. Der 34-jährige Terlemez, der seit seinem vierten Altersjahr in der Schweiz lebt und Germanistik studiert hat, ist der geborene «Networker». Für die im Institut regelmässig stattfindenden Mittagessen «Luncheon Dialogue» lassen sich bekannte Referenten wie Markus Notter oder Roger de Weck kostenlos engagieren. Für die wissenschaftlichen Symposien findet Terlemez jeweils renommierte Partner in universitären und kirchlichen Kreisen. Im Unterschied zu den Anfängen des Dialog-Instituts sei das Thema Religion nur noch ein Teil der Themenpalette, würden sich doch zunehmend auch Nichtgläubige für die Veranstaltungen interessieren. Umstrittenes Vorbild Terlemez selber ist gläubiger Muslim, für den Traditionalismus und Modernität kein Gegensatz sind: «Religion ist eine Herzenssache, eine private Angelegenheit. In unserer pluralistischen Gesellschaft ist Missionierung fehl am Platz», hält er fest. Ein Vorbild für ihn und seine Freunde ist der umstrittene konservative türkische Prediger Fethulla Gülen, weil dieser auf den interreligiösen Dialog setze. Das Dialog-Institut plant nun eine Fachveranstaltung zu Gülen und dessen Netzwerk. |
Hindernisse"Die Hindernisse für den Frieden befinden sich in den Köpfen und Herzen der Menschen" Norman Angell |
VergangenheitDie Vergangenheit ist verschwunden, alles was gesagt wurde gehört dorthin, jetzt ist es Zeit von neuen Dingen zu sprechen. Mevlana Rumi |
Krieg und Frieden"Der Krieg ist gewonnen – aber nicht der Friede." Albert Einstein |